Waldheim in Sachsen
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Geschichte der Waldheimer Schulen

Datum Was war da los?
1404 Vermutlich wurde in dem neu eingerichteten Augustinerkloster bereits unterrichtet, denn bis zu Martin Luthers Auftritt besuchten bereits 13 Waldheimer Schüler eine Universität.
1504 Erstmals wird eine Lateinschule erwähnt. Der Lehrer unterrichtet in lateinischer Sprache und Gesang.
1539 Romanus Salbach, letzter katholischer Schulmeister, bekennt sich zur Reformation. Die Schule wird eine evangelische- lutherische Bildungsanstalt und führt den Katechismusunterricht ein.
  Die Kirche erwirbt das Haus neben dem Rathaus. Dies wird über 300 Jahre als Schule dienen.
1607 Der schlechte bauliche Zustand der Schule wird bemängelt.
1618-1648 Der Dreißigjährige Krieg mit seinen Opfern und die nachfolgende jahrzehntelange Not verhinderten jedoch den Kauf eines anderen Gebäudes oder den Bau einer neuen Schule.
1649 Die Kircheninspektion erwirbt in der Schloßstraße ein neues Haus für zwei Wohnungen. In eine zog der Rektor und in die andere der Glöckner ein.
1684 In der Stadt Waldheim bricht ein Brand aus, das 200 Häuser vernichtet. Vermutlich wird der Brand im Schulgebäude gelegt. Des weiteren fallen das Rathaus, die Kirche, die Kircheninspektion und das Diakonat den Flammen zum Opfer.
  Die Kirchgemeinde erbaut eine neue Schule, die aus einem zweistöckigen Bau mit hohem Dach besteht. Es enthält einen Unterrichtsraum für drei Klassen und zwei Lehrerwohnungen.
  Um der steigenden Schülerzahl gerecht zu werden, erteilen die Lehrer von 09:00 bis 18:00 Uhr Unterricht.
bis 1809 Über 100 Jahre ändert sich nichts. Da für die Oberklasse wenig Platz war, baut man in halber Höhe eine Galerie ein, auf der die "besseren Schüler" sitzen.
1810 Erneut fallen die Schule und das Rathaus dem Flammen zum Opfer.
15.07.1811 Der Wiederaufbau der Schule ist beendet. Er kostet 2910 Taler.
Dezember 1833 In Waldheim und im Dorf Breitenberg gibt es 498 schulpflichtige Kinder (242 Knaben & 256 Mädchen). Die Knabenschule besuchen 216 Jungen und die Mädchenschule 243.
1835 Auf Grund des Sächsischen Schulgesetzes werden die Eigentumsverhältnisse neu geregelt. Die Schule wird eine städtische Bildungseinrichtung.
1855 Die ehemaligen Wohnungen des Rektor Fritsch und vom Kantor Langer werden in Schulräume verwandelt. Es entstehen vier Schulräume.
21.08.1862 Grundsteinlegung der Georg- Kolbe- Schule (heute Förderschule)
07.10.1864 1. Schultag in der neuen Schule (heute Förderschule) 679 Schüler werden angegeben.
09.10.1876 Eine weitere Schule (nördlicher Teil, siehe Bilder Grundschule) wird eingeweiht.
1886 Erweiterung des Schulbaus (Südlicher Teil, siehe Bilder Grundschule)
1897 Die Schule (heutige Grundschule) wird um ein Stockwerk aufgestockt.
1906 Anbau der beiden Flügel mit einem geräumigen Treppenhaus an der heutigen Grundschule. Am 17. Juli 1906 wird die Turnhalle das letzte Mal genutzt, danach erfolgte der Abriss, wegen dem Schulneubau. Es entstehen die neue Doppelturnhalle, der Sportplatz und der Schulgarten.
1906- 1918 Das Realprogymnasium ist in der unteren Schule im südlichen Teil untergebracht.
1911 Die Höhere Fortbildungsschule befindet sich nicht mehr auf diesem Schulgelände.
1922 Die Berufschule befindet sich im unteren Schulgebäude.
   
Jahr Schülerzahlen Lehrer Quelle
1840 400 4 Waldheimer Tageblatt, 1939, Heimatfestzeitung

Quellen:

"Festschrift zum 50jährigem Bestehen des Turnvereins Waldheim"
Waldheimer Tageblatt, 1939, Heimatfestzeitung