Am 18.06. 2013 war Dr. Heiner Koch zu Gast in Döbeln und hat Gemeindevertreter von Colditz, Döbeln, Hartha, Leisnig, Roßwein und Waldheim zum Gespräch eingeladen.

Erkundungsprozess - Was ist das?

Als 2013 Dr. Heiner Koch Bischof von Dresden-Meißen wurde, hat er einen Prozess des Wege-Suchens in unserem Bistum angestoßen.

Mit seinem Schreiben „Berufen zur eucharistischen Kirche“ hat uns Bischof Dr. Heiner Koch praktisch zu einer „Entdeckungsreise auf den Spuren Gottes in unserem Umfeld und unserer Zeit“ eingeladen. Dabei sollen wir bedenken, wer wir als Kirche in dieser Zeit sind und wozu wir heute von Gott berufen sind.

Unser Bischof hat uns beauftragt, Verantwortungsräume zu bilden, um miteinander ins Gespräch zu kommen, wie eine Kirche der Zukunft ganz konkret vor Ort aussehen kann.

Unser Verantwortungsraum umfasst alle Orte kirchlichen Lebens auf den Gebieten der katholischen Gemeinden St. Johannes Döbeln und St. Paulus Waldheim sowie der Filialkirchen beider Gemeinden.

Unsere Verantwortungsgemeinschaft

Im Rahmen des Pastoralen Erkundungsprozesses wurden durch ein bischöfliches Dekret mit dem 1. Januar 2015 die Pfarreien einer Verantwortungsgemeinschaft zu einem besonderen Zusammenschluss vereinigt.

Im Fortgang des Erkundungsprozesses sollen die Gemeinden und weiteren kirchlichen Orte fragen, worin der pastorale Auftrag ihrer Region besteht.

Auf dieser Grundlage stellt sich dann die Frage nach der geeigneten Struktur.

Zum Leiter der Verantwortungsgemeinschaft wurde Pfarrer Andreas Leuschner bestellt.

Für die konkrete Ausgestaltung des Erkundungsprozesses in unserer Verantwortungsgemeinschaft wurden folgende Gremien etabliert:

• das Leitungsteam welchem Pfr. Andreas Leuschner, Pfr. Andreas Jaster, Herr Rüdiger Piechaczek und Herr Andreas Schmidt angehören

• der Prozessberater vom Ordinariat, Herrn Matthias Mader

• die Steuerungsgruppe welcher Frau Doris Walter (Caritas), Herr

Christoph Naacke (Waldheim), Herr Bernd Kausler (Colditz), Herr

Bernhard Maluck (Döbeln), Herr Reinhard Wenzel (Döbeln), Herr Uwe

Mothes (Döbeln) und Herr Andreas Schmidt (Döbeln) angehören.

An dieser Stelle wollen wir zukünftig immer über aktuelle Themen unserer Verantwortungsgemeinde berichten.

Unsere Verantwortungsgemeinde liegt im Zentrum des Dreiecks, das die sächsischen Großstädte Dresden, Chemnitz und Leipzig bilden. Wir sind im nördlichen Teil des Landkreises Mittelsachsen beheimatet und erreichen über eine gute verkehrliche Infrastruktur

aus unserem ländlichen Raum in kurzer Zeit die Ballungsräume des Freistaats.

Wir leben im „Sächsischen Burgen- und Heidelande“, viele evangelische Kirchen in unseren Städten und Dörfern geben

Zeugnis vom Alltags- und Glaubensleben der Menschen über Jahrhunderte hinweg.

Die Flüsse „Freiberger Mulde“, „Zwickauer Mulde“ und „Zschopau“ durchqueren das „Mittelsächsische Hügelland“ der

Verantwortungsgemeinde.

Die fruchtbaren Böden unserer Region sind der Garant einer starken landwirtschaftlichen Entwicklung bis in die Gegenwart.

Unsere Städte tragen den Charakter von Mittel- und Unterzentren, die industrielle mittelständische Entwicklung verlief im Vergleich mit anderen Städten in der Vergangenheit aber auch in der Gegenwart herausgehoben. Mittelstand, Handwerk und Handel entwickelte sich nicht zuletzt in den Gewerbegebieten.

Das Bemühen um florierenden Einzelhandel in den Innenstädten ist groß.

In soziale Einrichtungen für Kinder, Erwachsene und Senioren wird in den Kommunen umfänglich investiert.

Ein Engagement in Musik, Kultur und Sport ist für jedermann möglich, im Gegensatz zu Großstädten sind unsere Wege weiter aber

unsere Kontakte enger.

Wir wohnen in Kleinstädten und im ländlichen Raum und freuen uns über jeden, der dem Trubel der Ballungsräume entkommen

möchte und neue Heimat bei uns nimmt.

Zu unserer Verantwortungsgemeinde gehören die Pfarrei „St. Johannes“ mit der Pfarrkirche in Döbeln und der Kirche

„Heilig Kreuz“ in Roßwein sowie die Pfarrei „St. Paulus“ Leisnig/Waldheim mit den Kirchen „Don Bosco“ in Leisnig,

„St. Raphael“ in Colditz und „St. Paulus“ in Waldheim.

Viele Gemeindemitglieder sind ihren Kirchen schon lange verbunden und leben hier ihren Glauben.

Kleiner werdende Gemeinden und weniger Gottesdienste erfüllen die Getreuen mit Schmerz.

Der Einsatz Engagierter ist fast unermüdlich.

Die Suche nach Wegen, das Leben im Glauben in dieser Diasporasituation lebendig zu halten, ist das Gebot der Stunde. Es gilt, die Kräfte einzuteilen und besonders die religiöse Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Familien über das Gebiet der Verantwortungsgemeinde hinaus wirkungsvoll zu verzahnen. Dabei erscheint es uns als wichtig, die Wenigen mit anderen Wenigen zu einer größeren Gemeinschaft zusammen zu führen um ihren Glauben in der Vereinzelung stark zu halten, als lediglich die Wenigen als namenlose an eine große Gemeinschaft anzuhängen.

Für diesen seelsorgerischen Weg wünschen wir uns eine kräftige Unterstützung durch unseren Bischof und das Bistum.